AMB – Amöben-Simulation

  • Projektname: AMB - Amöben-Simulation
    Plattform: PC
    Projektbeginn: 2010 Release: 2010
    Auftraggeber: Privat-Projekt/Studium
    Kategorie: Simulation
  • Features:

    • 2D-Simulation einer Amöbe
    • Umsetzung mit Microsoft XNA
  • Beschreibung:

    Dies ist ein kleines, technisches "Proof-of-Concept", dass in der Veranstaltung Rapid Prototyping beim Spieleentwickler-Club Acagamics entstanden ist. Ziel war es, eine Amöbe zu programmieren, die sich möglichst "realistisch" fortbewegt. Gleichzeitig sollte ein Verfahren entwickelt werden, dass mit möglichst geringem Ressourcenaufwand umsetzbar ist, sodass man die Fortbewegung der Amöbe in einem größeren Spiel einsetzen kann. Dies hat von vornherein Fluid-Simulationen oder Ansätze mit Partikel-Systemen ausgeschlossen.

    Die genaue Idee für die Implementierung stammt von mir, unterstützt wurde ich von 2 weiteren Studienkollegen. Eine Amöbe bewegt sich, wissenschaftlich korrekt, forwärts, indem sie Plasmavortsätze ausbilden, die man "Pseudopodien" nennt. Die Fortbewegung erfolgt dann in 3 Schritten:

    1.) Extension: Die Pseudopodien werden in Fortbewegungsrichtung ausgebildet.

    2.) Adhäsion: Die Pseudopodien werden durch neue Adhäsionspunkte auf der Unterlage befestigt.

    3.) Retraktion: Der restliche amöboide Körper wird nachgezogen.

    Genau an diesem Konzept aus der realen Welt, habe ich micht orientiert, um eine Fortbewegung der Amöbe zu simulieren. Als "Pseudopodien" werden, der Einfachheit und Effizenz des Verfahrens halber, Kreise verwendet, die in der Richtung der Fortbewegung erzeugt und dann aus dem Körper der Amöbe "gedrückt" werden. Dann wird der restliche Körper in diese Richtung nachgezogen. Um sicherzustellen, dass der "Zellhaufen" nicht unendlich groß wird und immer mehr Kreise entstehen, werden die der Bewegungsrichtung abgewandten Körprteile in den Körper gezogen und verschwinden dann
    nach und nach. So entsteht eine einfache, aber sehr schnell zu berechnende Simulation einer Amöbe.

    Testweise habe ich die Amöbe so programmiert, dass sie dem Mauszeiger folgt. Der schwarze Punkt in der Mitte stellt das ungefähre "Zentrum" der Amöbe dar.

    Trivia:

    • der Grund für dieses ungewöhnliche Projekt war eine vorrangegangene Ideenrunde, bei der zufällig 2 Wörter zusammengestellt wurden, aus denen man dann einen Prototypen bauen musste. Bei meiner Gruppe was das eben "Amöbe" und "Fortbewegung"
    • es gibt eigentlich noch eine verbesserte Version des "AMB" Projektes, an dem ich aber nicht mehr mitgearbeitet habe und die ich auch niemals zu Gesicht bekommen habe
  • Download

    Das entstandene Ergebnis könnt ihr hier downloaden: Download